Über den Idios Kosmos

Idios Kosmos bedeutet „private Welt“. Diese Website stellt den Idios Kosmos dar und ist gleichzeitig ein Versuch, aus ihm auszubrechen.

Ich bin täglich von neuen Ideen ergriffen. Diese Ideen bringen mich immer wieder auf neue Wege, wobei ich Keinen zu Ende gehe.

Lange schon bin ich fasziniert von dem Gedanken an nur einer Sache zu arbeiten. Mich in diese eine Sache voll und ganz hineinzugeben. Das hätte das Bauen von Robotern sein können, Windsurfen, Psycholgie, Schauspiel, Regie, Malerei, Schriftstellerei etc. In diese Sachen habe ich mich vertieft. Aber wöchentlich schwanke ich von der einen zur anderen Sache. Der Idios Kosmos ist der Versuch das zusammenzubringen. Denn egal an was ich arbeite, ich arbeite immer am Idios Kosmos. Ich arbeite an genau einer Sache (Auch wenn ich nicht recht weiss, woran ich eigentlich arbeite).

Die persönlichen Elemente im Idios Kosmos sind immer unpersönlich. Das “Persönliche” ist eine Seinsweise. Vielleicht die Seinsweise der modernen Zeit. Es geht beim Idioskosmos nicht in erster Linie darum, dass ich aus ihm ausbreche, sondern dass ein Denken entwickelt wird, das aus ihm ausbricht. Anders gesagt: Ich erzähle nie von mir, ich erzähle vom "von mir erzählen". Es geht nie um mich, es geht um das "um mich gehen".

Aber nicht nur ich lebe im Idios Kosmos. Unsere Zeit strebt in den Idios Kosmos. Das Internet, das Smartphone, die sozialen Medien und KI isolieren uns und (ver-)führen uns in den Idios Kosmos. Es geschieht ein Übertritt von der einen Seinsweise in eine andere Seinsweise. Wesentlich dabei ist die Psychologie. Ich bin Teil davon und will das sich Wandelnde verstehen, ausdrücken, erfahren. Das Peinliche am eben Gesagten, rührt daher, dass grosse Worte benutzt wurden. Es riecht nach einem aufgeblasenen Ich. Nicht nur hat dieses Ich das ganz Grosse, nämlich eine Seinsweise erkennen können, es kann sogar den Übergang von der einen Seinsweise in eine Andere vermeintlich erraten. Findet sich ein Ich über eine lange Zeit im Idios Kosmos, bläht es sich auf. Die Peinlichkeit im Gesagten stellt sich ein, sobald ein fremdes Bewusstsein die Aufgeblasenheit dieses Ich's erkennt und es, wie mit ein einem Nadelstich, schmerzhaft zum platzen bringt. (Das Wort "peinlich" bedeutete ursprünglich (körperlich) schmerzhaft und war ein juristischer Ausdruck. Erst mit der Abschaffung der Folter (der "peinlichen Befragung") im 18 Jh. fand das Wort seine heutige Verwendung).

Im Idios Kosmos wird der Ernst zum Witz und der Witz zum Ernst.