Ein verzweifelt Liebender sass auf einer Parkbank und schrieb in sein Notizbuch. Er reflektierte:
Macht mir meine Freundin Probleme, ist sie nicht die Richtige. Macht sie mir keine, ist sie langweilig. Gibt sie mir zu viel Sex, brauche ich eine neue Liebhaberin. Gibt sie mir zu wenig, liebt sie mich nicht. Trinkt sie viel Alkohol, nimmt sie das Leben nicht ernst genug. Trinkt sie wenig, nimmt sie das Leben zu ernst. Gibt sie mir Schmetterlinge im Bauch, benötige ich etwas Ruhigeres. Gibt sie mir keine, überzeugt sie mich nicht. Gibt sie mir viel Aufmerksamkeit, verbirgt sie etwas vor mir. Gibt sie mir wenig, verbirgt sie auch etwas von mir. Lässt sie mir viel Raum, vermute ich das Ende ihrer Liebe. Lässt sie mir zu wenig, bremst sie meine persönliche Entwicklung aus. Zeigt sie mir überschwänglich Liebe, vermute ich eine Affäre. Ist sie zurückhaltend, möchte ich nicht mehr länger leben. Hat sie viele Freunde, fühle ich mich vernachlässigt. Hat sie wenige, rate ich ihr mehr zu unternehmen. Achtet sie auf ihr Äusseres, ist sie oberflächlich. Vernachlässigt sie es, hat sie ihr Leben nicht im Griff. Lauf Hase lauf. Hin und her. Links, rechts. Bis mir schlecht wird. Hüpf und fass die Karotte, Lotte.