Ein komplizierter Mensch sagt zu seinem Therapeuten: "Es fällt mir ungemein schwer zu verstehen oder gar zu schildern, was genau mein Problem ist. Ich kann nur sagen, dass ich eins habe und davon geplagt werde. Dabei scheint dieses Problem keineswegs ein reales und erst recht nicht ein existenzielles Problem zu sein, sondern vielmehr dem Gegenteil zu entsprechen: Der absoluten Abwesenheit irgendeines wirklichen Problems. Einer Leere, die nur durch das kuschelige Bett, den randvollen Kühlschrank und das komplette Fernbleiben von selbst geringsten physischen Schmerzen zustande kommen kann und mir diese nie enden wollende, im Kreis sinnlos laufende, das Hirn zermarternde Gedanken erst ermöglichen kann. Trotzdem würde ich mein Problem ungern als Luxusproblem bezeichnen. Viel zutreffender, wäre es dies als das Größte und vielleicht menschlichste aller Probleme zu betrachten, denn wie kann ich ein Problem, das scheinbar ursachenlos ist, überwinden? Und falls es doch eine Ursache gibt, so muss diese dem tiefsten und geheimsten Kern meiner Natur entsprechen. Denn welcher Quelle soll mein Problem sonst entsprungen sein?"
Als wir einander gestehen, dass wir frei sein und auf keinen Fall eine langfristige Beziehung eingehen wollen, fallen wir einander voller Liebe in die Arme. Endlich haben wir gefunden, wonach wir so lange gesucht haben! Wir möchten uns nie wieder trennen und entscheiden uns zu heiraten.
Ein junger erfolgreicher Schauspieler geht zu seinem Lehrer und sagt verzweifelt: "Ich liebe den Applaus und die Komplimente. Doch ich weiß, dass mir Hochmut schadet. Es bringt meine Kunst zum Stillstand. Was soll ich nur tun?" Sein Lehrer antwortet: "Kürzlich war ich Skifahren und raste auf eine Skischanze los. Ich schaute hoch zum Himmel, verlor mein Gleichgewicht und fiel nach hinten. Aber ich nahm den Impuls und verwandelte die androhende Katastrophe in einen eleganten Rückwärtssalto. Ich landete gestärkt und mit doppelter Energie wieder auf dem Boden."
Liebe Menschen lieben lästern.
Nie werde ich mich auf etwas festlegen. Niemals! Und auch darauf werde ich mich nie ganz festlegen.
Um mich ins rechte Licht zu rücken, kritisiere ich, wie ich mich immer ins rechte Licht rücke.
Zwieback half mir in meiner Kindheit manche Krankheit zu überstehen. Doch wenn ich jetzt Zwieback sehe, werde ich krank.
Ein konformer Mensch entscheidet sich von nun an anders zu sein als alle anderen. Er entscheidet sich alles nonkonform zu halten: Seine Sprache, sein Kleidungsstil, seine Hobbys, seine Vorlieben, seine Freunde, seinen Musikgeschmack. Doch ähnlich einem invertierten Foto bleibt dieser Mensch konform.
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